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Allgemeines

Die Publikation „grund“, herausgegeben von Prof. Susanne Lorenz, ist kürzliclh im textem Verlag erschienen und versammelt etwa 100 Beiträge von 64 Künstler*innen über die künstlerische Lehre. Wie die künstlerische Arbeit ist auch die künstlerische Lehre in ständiger Bewegung. Es wird gefunden, überprüft, verworfen und neu gestartet. Was bleibt in diesem Prozess oder kommt wieder, was davon würden wir als grundlegend beschreiben und wie zeigt sich eine grundlegende Haltung in der Kunst und deren Lehre? Mit meinem Beitrag reagiere ich auf die Aufforderung, eine Standardübung zu beschreiben, die ich mit den Studierenden während meiner Lehrtätigkeit an der ETH Zürich gemacht habe.

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Hofscheune in Fergitz, Blick durch die Scheune nach Norden

Hofscheune in Fergitz, Südwand mit Sternenhimmel

Der Umbau unserer Scheune in Fergitz ist abgeschlossen. Die Seiitenbereiche, in denen das Heu lagerte, hatten ursprünglich nur offene Erdböden und waren durch Trennwände separiert. Wir haben die Unterteilungen entfernt und Holzdielen eingepasst.  Die Scheune kann dadurch als großer, zusammenhängender Raum wahrgenommen und genutzt werden. Zugleich haben wir  bei den Böden drei weitere Höhenniveaus geschaffen. Auf der Nordseite haben wir bei der einen Hälfte des Seitenbereichs die ursprüngliche Aufmauerung übernommen. Dadurch entsteht in diesem Bereich eine Art Podest. Weiter oben haben wir noch eine Empore in die Balkenkonstruktion eingefügt. Und auch das Dach der ehemaligen Pferdekammer auf der Südseite kann man jetzt begehen. Die Scheune bietet damit eine Vielzahl an Perspektiven, wie der Raum erlebt werden kann.

Die Künstlerin Christin Kaiser hat im Namen von Victor Hugo zu einer Gruppenausstellung eingeladen. Mein Beitrag Schisslaweng ist eine Ausseninstallation mit Bezug zum Innenraum. Die Fenster des Ateliers sind aus Milchglas, so dass man nicht von aussen hineinschauen kann. Nur die Oberlichter haben Klarglas. Jetzt kann hier bequem ein Vogel landen, und gestärkt mit ein wenig Futter Victor Hugo bei der Arbeit zusehen. Material: Holzreste, Lack, Erdnussbutter

28. Oktober 2017 – 4. November 2017
Eröffnung: Samstag, 28. Oktober 2017, 17 Uhr
Victor Hugo, Schillerstraße 96, 10625 Berlin

Avec/Mit:
Karsten Födinger, Ann-Kristin Hamm, Miriam Jung, Christin Kaiser, Linda Kuhn, Claus Larsen, Florian Neufeldt, Nina Rhode, Nikolai von Rosen, Henrik Strömberg

Christian Kerez zeigt auf der Architekturbiennale in Venedig das Projekt Incidental Space. Für mich war es eine Freude, die Entstehung dieses Projekts von Beginn an mit begleiten zu können. Wenn man in das Gebilde hinein steigt, ist man sofort woanders. Der Raum ist sehr kleinteilig detailliert und erscheint einem dadurch von innen viel grösser als man es erwartet. Die Sinne beginnen zu arbeiten, man muss sich vieldimensional darin bewegen und orientieren. Brian O’Doherty beschreibt in seiner Textsammlung „Inside White Cube“ die Entgrenzung des Kunstraums durch die Kunstpraxis der 1960er und 1970er Jahre. Kerez gelingt dies in ähnlicher Form durch die Entschiedenheit seiner räumlichen Inversion. Man betritt im White Cube des Schweizer Pavillons einen weiteren weissen Raum, der aber ohne die Raumkonventionen bzw. Hierarchien von Wand, Boden und Decke auskommt.

Fotos: Dorothee KirchIMG_1008 Nikolai von Rosen / Florian Wojnar: bench #2, Foto: Dorothee Kirch

Das NYLO in Reykjavik ist das seit Jahrzehnten von Künstlerinnen und Künstlern weitergeführtes Ausstellungsprojekt „The Living Art Museum“. Birkir Karlsson und Björk Bjarnadottir haben aktuell die Ausstellung DESICCATION kuratiert. Mit dabei die Arbeit bench #2, bestehend aus 5 Zementskulpturen, die Florian Wojnar und ich 2010 vor Ort gemacht hatten, als wir im NYLO ausgestellt und mit dem Sammlungsbestand gearbeitet hatten.